Symbolbild EfA: Booster für die Verwaltungsdigitalisierung
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EfA: Booster für die Verwaltungsdigitalisierung

Länderübergreifende Zusammenarbeit und Arbeitsteilung bei der Entwicklung von OZG-Leistungen: So lautet das Erfolgsrezept bei der Verwaltungsdigitalisierung.

Die Digitalisierung der Verwaltung gehört zu den wichtigsten Zielen der neuen Regierung. Der Erfolg des Vorhabens misst sich unter anderem an der flächendeckenden Verfügbarkeit von E-Government-Diensten für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen. Doch wie erreichen wir die bis Ende 2022, wie das Onlinezugangsgesetz es fordert? Das Einer-für-Alle-Prinzip (EfA) ist die Lösung.

Michael Diepold

Das EfA-Prinzip lautet: Jedes Land soll Leistungen so digitalisieren, dass andere Länder sie nachnutzen können. Das spart Zeit, Ressourcen und Kosten. Was die Entwicklung von EfA-Online-Diensten angeht, ist die AKDB mitten in der heißen Umsetzungsphase. Zusammen mit dem Land Brandenburg wird zurzeit das Themenfeld Ein- und Auswanderung umgesetzt. So etwa der Antrag auf „Aufenthaltstitel zum Zweck der Erwerbstätigkeit“ und der Antrag auf „Daueraufenthaltsbescheinigung“. Diese Online-Dienste werden gerade an die Ausländerbehörden in bisher neun Bundesländern ausgerollt. Allein in Bayern haben sich 92 Prozent aller Ausländerbehörden für den Einsatz entschieden.

Nachnutzbarkeit, Nutzerzentrierung und Nachhaltigkeit

Ein wesentlicher Punkt bei der Konzipierung eines zukunftsfähigen Online-Dienstes ist die Nutzerfreundlichkeit (User Experience). Schließlich bemisst sich der Erfolg des OZG an der realen Nutzung der Online-Dienste. Hier arbeitet die AKDB mit dem Lehrstuhl für E-Commerce an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt zusammen. Bei der Implementierung achtet die AKDB darauf, ausschließlich Open-Source-Komponenten zu verwenden. So können die neuen EfA-Online-Dienste der AKDB in jede Website integriert werden, völlig portalunabhängig. Und sind somit schnell und überall einsetzbar.

Finanzielle Förderung

Besonders attraktiv für Kommunen: Die Aufwände für Wartung, Pflege und Betrieb werden bis Ende 2022 über das Konjunkturpaket des Bundes finanziert. Das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration prüft sogar, ob die Kosten für Wartung, Pflege und Betrieb ab 2023 dauerhaft vom Freistaat Bayern für die bayerischen Ausländerbehörden übernommen werden. Die AKDB ist mittlerweile an weiteren OZG-Projekten mit unterschiedlichen Bundesländern beteiligt. Denn die Kooperation mit Brandenburg hat gezeigt: „Einer für Alle“ ist eine Erfolgsgeschichte für die Verwaltungsdigitalisierung in Deutschland.

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