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Agentic Procurement

Zwischen Enterprise Resource Planning (ERP), Mensch und KI

Die Beschaffung steht vor einer neuen Entwicklungsstufe. Nachdem Unternehmen und öffentliche Auftraggeber ihre Prozesse in den vergangenen Jahren digitalisiert und automatisiert haben, rückt nun ein neues Konzept in den Fokus: Agentic Procurement.

Dabei geht es nicht darum, Menschen durch Künstliche Intelligenz zu ersetzen oder bestehende ERP-Systeme abzulösen. Vielmehr entsteht eine neue Form der Zusammenarbeit zwischen ERP, menschlicher Expertise und intelligenten Agenten, die operative Aufgaben übernehmen, Informationen aufbereiten und Entscheidungen vorbereiten.

Beschaffung wird komplexer

Einkäuferinnen und Einkäufer stehen heute vor einer Vielzahl von Herausforderungen. Märkte verändern sich schneller, Lieferketten werden volatiler und regulatorische Anforderungen nehmen zu. Gleichzeitig steigt der Druck, Beschaffungsprozesse effizient, transparent und wirtschaftlich zu gestalten.

ERP-Systeme bilden dabei nach wie vor das Rückgrat der Beschaffung. Sie verwalten Daten, Prozesse und Compliance-Anforderungen zuverlässig und revisionssicher. Doch die Menge an verfügbaren Informationen wächst kontinuierlich. Marktanalysen, Lieferantenbewertungen, Risikobetrachtungen oder die Vorbereitung von Vergabeentscheidungen binden wertvolle Ressourcen. Hier setzen intelligente Agenten an.

Von der Automatisierung zur intelligenten Unterstützung

Während klassische Automatisierung klar definierte Prozessschritte ausführt, können agentische Systeme eigenständig Informationen beschaffen, analysieren und daraus Handlungsvorschläge entwickeln.

Ein intelligenter Agent kann beispielsweise Lieferanten recherchieren, Marktinformationen auswerten, Risiken identifizieren oder Beschaffungsvorschläge vorbereiten. Die finale Entscheidung verbleibt jedoch stets beim Menschen.

Agentic Procurement bedeutet daher nicht Autonomie, sondern Orchestrierung.

Die Technologie unterstützt dort, wo Routinetätigkeiten Zeit kosten, und schafft Freiräume für strategische Aufgaben. Beschaffungsverantwortliche können sich stärker auf Bewertung, Verhandlung, Governance und Wertschöpfung konzentrieren.

ERP, Mensch und Agent: Das Zusammenspiel entscheidet

Die Zukunft der Beschaffung liegt nicht in einem Entweder-oder zwischen Mensch und Maschine.

ERP-Systeme bleiben das zentrale System für Daten, Prozesse und Compliance. Menschen bringen Erfahrung, Kontextverständnis und Verantwortung ein. Intelligente Agenten ergänzen diese Stärken durch Geschwindigkeit, Analysefähigkeit und permanente Verfügbarkeit.

Erst das Zusammenspiel dieser drei Komponenten schafft einen echten Mehrwert:

  • Das ERP-System sorgt für Struktur und Verlässlichkeit.
  • Menschen treffen Entscheidungen und übernehmen Verantwortung.
  • Agenten unterstützen durch Analyse, Recherche und Prozessvorbereitung.

So entsteht eine Beschaffung, die effizienter arbeitet, ohne Transparenz oder Kontrolle zu verlieren.

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Agentic Procurement braucht offene Plattformen

Damit Agentic Procurement sein Potenzial entfalten kann, müssen bestehende Systemlandschaften integriert werden. Unternehmen benötigen keine isolierten KI-Lösungen, sondern Plattformen, die Menschen, Prozesse und Daten intelligent miteinander verbinden.

Bei veenion verstehen wir Agentic Procurement deshalb als Weiterentwicklung moderner Beschaffungsplattformen. Offene Schnittstellen, flexible Prozesse und eine enge Integration in bestehende ERP-Landschaften bilden die Grundlage dafür, intelligente Unterstützung dort bereitzustellen, wo sie den größten Nutzen schafft.

Das Ziel ist nicht die vollständige Automatisierung der Beschaffung. Das Ziel ist eine bessere Beschaffung.

 

Die Zukunft beginnt jetzt

Die Frage lautet nicht mehr, ob Künstliche Intelligenz die Beschaffung verändern wird. Die Frage lautet vielmehr, wie Unternehmen und öffentliche Auftraggeber die Zusammenarbeit zwischen ERP-Systemen, Menschen und intelligenten Agenten gestalten.

Wer diese Entwicklung frühzeitig versteht und sinnvoll nutzt, schafft die Grundlage für effizientere Prozesse, fundiertere Entscheidungen und mehr Zeit für die Aufgaben, die wirklich Wert schaffen.