Künstliche Intelligenz ist längst in der öffentlichen Verwaltung angekommen. Auch für die Justiz werden zahlreiche KI-Modelle entwickelt und erprobt, von der Unterstützung bei Antragsverfahren bis hin zu Entscheidungsvorlagen. Doch mit den technologischen Möglichkeiten wachsen auch die rechtlichen und organisatorischen Herausforderungen. Wie lassen sich KI-gestützte Verwaltungsverfahren rechtskonform gestalten? Welche Anforderungen bestehen an Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Verantwortung? Und wie gelingt es, Innovation und Rechtssicherheit miteinander zu verbinden?
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Genau an dieser Schnittstelle setzt die neue Fokusgruppe „KI-gestützte Verwaltungsverfahren“ des German Legal Tech Hub (GLTH) an. VdZ begleitet hierbei redaktionell das interdisziplinäre Austauschformat, das Verwaltung, Recht und Technologie zusammenbringt. Ziel ist es, Herausforderungen und Lösungsansätze rund um KI-gestützte Verwaltungsverfahren praxisnah zu diskutieren und daraus umsetzbare Handlungsempfehlungen abzuleiten.
Gemeinsam Herausforderungen identifizieren und Lösungen entwickeln
Der German Legal Tech Hub hat hierfür zunächst ein interdisziplinäres Steering Committee ins Leben gerufen mit Vertreter*innen aus Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft, wie beispielsweise der Stadt Hannover, den Herren Rafael Paplocki und Nils Schwab aus dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, der Universität Köln sowie führenden Wirtschaftsberatern. Diese Expert*innen tauschen sich regelmäßig über aktuelle Entwicklungen aus, identifizieren relevante Fragestellungen und legen die inhaltlichen Schwerpunkte der Fokusgruppe fest.
In den bisherigen Gesprächen wurde deutlich: Die Technologie entwickelt sich zwar rasant, doch gleichzeitig bestehen in der Verwaltung vielerorts noch Unsicherheiten hinsichtlich rechtlicher Rahmenbedingungen, Haftungsfragen und der praktischen Umsetzung.
Was macht die GLTH-Fokusgruppe aus?
Die Fokusgruppe lebt vom aktiven Austausch ihrer Teilnehmenden. Neben kurzen fachlichen Impulsen stehen vor allem Erfahrungen aus der Praxis, konkrete Fragestellungen und der gemeinsame Blick auf reale Verwaltungsverfahren im Mittelpunkt.
Aus den Diskussionen sollen unter anderem ein Positionspapier mit Handlungsempfehlungen für Entscheidungstragende sowie ein praxisnaher Leitfaden für Beschäftigte in der Verwaltung entstehen. Diese werden auch auf dem German Legal Tech Summit präsentiert, der am 3. Dezember 2026 im Hannover Congress Centrum stattfindet. Handlungspapier und Leitfaden werden Sie sowohl auf VdZ als auch auf der Seite des GLTH finden.
Gleichzeitig soll ein dauerhaftes Netzwerk entstehen, das den Austausch zwischen Verwaltung, Recht und Technologie auch über den Summit hinaus fortführt.
Einladung zur ersten Fokusgruppe
Die erste Sitzung der Fokusgruppe findet am 28. September von 12:30 bis 14:00 Uhr statt. Zur Anmeldung geht es hier, oder melden Sie sich gerne bei Fragen per Mail an: ph@germanlegaltechhub.com.
Eingeladen sind alle, die sich mit den rechtlichen, technischen oder organisatorischen Fragen rund um KI in der öffentlichen Verwaltung beschäftigen oder ihre Erfahrungen einbringen möchten. Ob aus Verwaltung, Justiz, Wissenschaft oder Unternehmen – jede Perspektive trägt dazu bei, gemeinsam praxistaugliche und rechtssichere Lösungen zu entwickeln.
Wer die digitale Transformation der Verwaltung aktiv mitgestalten möchte, ist herzlich eingeladen, Teil der Fokusgruppe zu werden.